Gespräch · · 16:28
Anthropos Ex – Werkstattgespräch
Mitschnitt · 16:28 · 8 Kapitel
Kapitel 1 von 8Ein Gespräch am Tisch statt Frontalvortrag
Maximilian Grünewald
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Ein Gespräch am Tisch statt Frontalvortrag
Maximilian Grünewald0:00 / 16:28
Sprecher:innen
- Maximilian Grünewald · sprichtAnthropos ExRedeanteil 95 %
Kurzfassung
Maximilian Grünewald stellt die Arbeitsweise von Anthropos Ex vor, einem Theaterprojekt, das nichtmenschliche Akteure mithilfe der Wissenschaften auf die Bühne bringen will. Am Beispiel der Zusammenarbeit mit dem Ökoakustiker Marcus Maeder zeigt er, wie Forschung und Kunst Verflechtungen wahrnehmbar machen. Zum Schluss lädt er die Anwesenden ein, rund um den WERKstattPALAST eigene Akteure zu suchen und ein Duo aus Wissenschaft und Kunstform zu finden, das deren Geschichte erzählen könnte.
Veranstaltung: Transdisziplinäres Forschen: Welche Plattformen wünschen wir uns?
Transkript
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0:00Ein Gespräch am Tisch statt Frontalvortrag
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Wunderbar, dann danke ich all denen, die jetzt schon da sind. Vielleicht trudelt noch jemand ein, aber vielleicht bleiben wir auch in dieser Runde. Ist auch wunderbar. Ich freue mich sehr, dass ihr alle da seid. Ich nehme mir jetzt einfach mal die Freiheit heraus, zu sagen, ihr und nicht sie. Insgesamt freue ich mich total drüber, wenn wir hier am Tisch ganz informell zusammen sind und das jetzt nicht in so einer Art von Frontalsituation ausartet. Deswegen auch ganz klar der Wunsch an alle, wenn es Fragen gibt. Oder Anmerkungen oder Diskussionsbeiträge jederzeit zwischengrätschen und jederzeit einfach beitragen. Ich freue mich total, dass ich heute hier bin. Ich bin jetzt nicht zum ersten Mal hier, ich war gestern und vorgestern auch schon da und an der Stelle auch nochmal vielen Dank an den WERKstattPALAST, dass ich hier unser Projekt so ausführlich vorstellen darf.
Das Projekt, um das es geht, heißt Anthropos Ex. Das ist ein Team von eigentlich fünf Beteiligten. Ich bin heute alleine hier. Eigentlich wären wir zu zweit gewesen, meine Kollegin Mira Hirtz musste aber leider zu Hause bleiben. Deswegen müsst ihr heute mit mir Vorlieb nehmen. Es geht heute um das ganz große Thema, mit dem der WERKstattPALAST ja auch teilweise überschrieben ist. Und zwar, wie können Kunst und Wissenschaft zusammenarbeiten und warum sollten sie das überhaupt tun? In dem Fall unseres Gesprächs heute Abend wird es darum gehen, dass ich unser Projekt vorstelle und das als so eine Art von Blaupause anbieten möchte, um über allgemeinere Themen ins Gespräch zu kommen.
Das heißt, einen konkreten Fall zu nehmen und daran durchzuexerzieren, zu schauen, wo gibt es vielleicht Probleme, wo gibt es Möglichkeiten, wo gibt es strukturelle Schwierigkeiten oder Überschneidungen von Künsten und Wissenschaften, um da miteinander ins Gespräch und ins Arbeiten zu kommen.
Der Talk ist zu großen Teilen ein Talk, teilweise aber auch ein bisschen ein Workshop, das heißt es wird auch einen kleinen praktischen Teil geben, zu dem ich euch herzlich einladen möchte, an dem teilzunehmen. Ihr habt das vielleicht vorhin schon gesehen, da sind einige Zettel ausgelegt auf dem Tisch, da wird es dann darum gehen, dass ihr vielleicht eine kleine Übung auch machen könnt, anhand der wir dann später ein bisschen konkreter ins Thema einsteigen können.
2:21Anthropos Ex ist ein Theaterprojekt
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Bevor wir das aber machen, würde ich euch gerne, wie gesagt, das Projekt Anthropos Ex erstmal vorstellen. Vorgestern habe ich schon darüber gesprochen, was wir alles gemacht haben, wie unser Prozess abläuft und so weiter. Das wird heute nicht so stark das Thema sein. Heute würde ich gerne eher einen Augenmerk auf unsere Arbeitsweise, auf unsere Methode legen, wie wir bisher mit Kunst- und Wissenschaftskooperationen umgegangen sind, als Beispiel, wie das funktionieren kann. Und dafür ist es jetzt erstmal wichtig, so ein paar grundlegende Sachen zu unserer Arbeitsweise zu sagen. Wir sind nämlich ein Theaterprojekt. Das heißt, die Frage von Kunst- und Wissenschaftskooperation betrachten wir aus einer Frage, wie kann das auf einer Bühne stattfinden.
3:05Nichtmenschliche Akteure sollen auf die Bühne
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Unser Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie man nichtmenschliche Akteure auf eine Bühne bringen kann. Das klingt erstmal etwas sperrig, ist aber im Grunde eigentlich eine ganz einfache Annahme. In den Zeiten, in denen wir leben, kriegen wir es jeden Tag in den Nachrichten mit, dass nichtmenschliche Akteure, sei es das Coronavirus, die Phänomene des Klimawandels, verseuchte Böden und so weiter, allesamt einen riesigen Einfluss auf unser Leben haben, einen riesigen Einfluss darauf haben, wie unsere Politik und unser soziales Zusammenleben gestaltet wird. Und trotzdem gibt es, zumindest im Theater, ganz, ganz wenig Möglichkeiten, diese Akteure auch tatsächlich auftreten zu lassen.
Natürlich kann man auch im Theater über den Klimawandel sprechen, man kann auch über die Auswirkungen von meinetwegen Umweltkatastrophen sprechen, allerdings dann auch immer aus einer menschlichen Perspektive und in Bezug darauf, wie uns Menschen das beeinflusst und was wir Menschen für Probleme damit haben. Die Frage, wie man aber die Geschichten von nichtmenschlichen Akteuren tatsächlich auf einer Bühne thematisieren kann, die stellt einen vor Schwierigkeiten auf der Bühne. Wenn man auf einer Bühne jemanden auftreten lässt, der oder die kein Mensch ist, dann hat man das Problem, dass es entweder gleich eine Kulisse ist. Man denkt irgendwie ans Bühnenbild oder so. Wenn man Natur oder so auf die Bühne bringen möchte, dann ist das wahnsinnig schwierig.
Und wenn man ein Virus auf die Bühne bringen möchte, dann ist das verständlicherweise auch ein bisschen problematisch. Das heißt, wir gehen der Frage nach, wie wir Geschichten erzählen können, wo nicht nur Menschen Protagonisten sind, sondern eben auch, wie gesagt, Nichtmenschen. Diese Frage, was ein Protagonist überhaupt ist, ist relativ einfach zu beantworten im Fall vom Theater. Das ist nämlich die Hauptfigur in einer Geschichte.
Das heißt eben, dass ein nichtmenschlicher Akteur nicht eine Nebenfigur ist, nicht irgendwie in Bezug auf Menschen auftritt, sondern tatsächlich auftritt.
5:10Raus aus der Blackbox, rein ins Territorium
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Die Frage ist dann natürlich für das Theater relativ schwierig, weil in unserer Blackbox, in der wir normalerweise immer sind, ist es aus genannten Gründen eben schwierig, die irgendwie auf die Bühne zu bekommen. Deswegen haben wir in unserer Methode den Schritt gewagt und haben das Theater verlassen und sind in eine Landschaft gegangen. Dabei haben wir dann natürlich relativ schnell merken müssen, dass wir als Menschen, die meistens in einem geschlossenen Raum sind, uns mit dem Innenleben von Menschen auseinandersetzen, ganz schnell keine Ahnung mehr davon haben, womit wir es überhaupt zu tun haben.
Das heißt, da wurde schon sehr schnell augenfällig, dass wir die Hilfe der Wissenschaften brauchen, um uns diejenigen, über die wir oder mit denen wir Geschichten erzählen wollen, überhaupt erstmal kennenlernen können. Und der Weg, den wir gegangen sind, ist ein ganz konkretes Territorium, das heißt eine, sagen wir jetzt mal beispielshalber, eine Wiese zu nehmen, die ganz klar abzustecken und zu schauen, was ist da überhaupt los.
Und da sind wir ins Gespräch gekommen mit Hydrologen und Hydrologinnen, die uns die Wasserkreisläufe beispielsweise erklärt haben. Wir haben mit einem Pilzforscher gesprochen, wir haben mit Forstarbeitern geredet, die an diesem Territorium, an diesem konkreten Ort arbeiten. Und wir haben erstmal versucht kennenzulernen, was da überhaupt noch los ist, was nicht nur menschlich ist. Und das Erste, was wir feststellen konnten und feststellen mussten, ist, dass diese Trennung von hier sind die Menschen und hier ist meinetwegen die Natur, gar nicht so einfach ist.
Der Grund dafür ist, dass alles natürlich in so einem Territorium miteinander verbunden ist. Das heißt, die Geschichten, die es dort gibt, sind zwangsläufig die Geschichten einer Zusammenarbeit beziehungsweise einer netzwerkhaften Struktur von Menschen und Nichtmenschen.
7:09Auch die Natur ist menschlich geprägt
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Ein ganz einfaches Beispiel, wir waren in der Schweiz und haben dort in einem bestimmten Gebiet geforscht und gearbeitet und diese Gegend, die kennen wir in unserer Sehgewohnheit als eine Landschaft, die ganz natürlich ist. Diese natürliche Landschaft ist aber ganz stark menschlich geprägt. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus haben diese Landschaft teilweise über Jahrhunderte geprägt und das sind immer Verflechtungen von Menschen und von Nichtmenschen. Das heißt, es war klar, dass wir in unserem Theater nicht nur die Akteure auf die Bühne bringen wollen, die nichtmenschlich sind, sondern immer Geschichten erzählen wollen von menschlicher und nichtmenschlicher Verflechtung.
Und das ist eben auch der Punkt, an dem wir und unser Interesse angesetzt hat, eben auch mit den Wissenschaftler:innen zusammenzuarbeiten und dort zu schauen, wie können wir aus verschiedenen Perspektiven diese Verflechtungen anschauen und sie in Geschichten übersetzen, die wir dann auch auf die Bühne bringen können. Und das ist im Prinzip so in einem ganz, ganz groben Überblick das, womit wir uns seit zweieinhalb Jahren mit dem Projekt beschäftigen.
Wichtig daran ist, dass wir uns nie dafür interessiert haben, ganz allgemeine Aussagen zu treffen, also wie zum Beispiel das Verhältnis von dem Menschen und dem Wald ist. Wir haben uns immer dafür interessiert, wie dieses konkrete Territorium, sagen wir mal einen Bereich von 10x10x10 Metern, also ein Kubik, ein Würfel, der irgendwo in der Landschaft steht, wie ist der miteinander spezifisch verbunden? Das heißt, welche konkreten Verflechtungen gibt es an diesem Ort? Wie ist dieser eine Baum mit diesem einen Pilz und mit diesem einen Forstarbeiter beispielsweise verbunden? Also welche ganz spezifischen Netzwerke gibt es an diesem Ort? Und die nächste Frage, dadurch, dass wir ja auch, wie gesagt, vom Theater kommen, war auch immer, wie machen wir diese Systeme, diese Netzwerke, diese Geschichten von Kollaborationen oder Zusammenhängen wahrnehmbar und sichtbar für ein Publikum.
9:15Mikrofone im Boden: Ökoakustik wird Musik
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Und da haben wir verschiedene Methoden entwickelt, wie zum Beispiel, beziehungsweise wir haben sie nicht nur aus uns heraus entwickelt, da gibt es natürlich auch schon viele Arbeitsweisen und Methoden, die davor auch schon angewendet worden sind. Und wir haben beispielsweise mit einem Ökoakustiker zusammengearbeitet. Der heißt Marcus Maeder und ist ein Mann, der sowohl auf der Seite der Wissenschaft arbeitet, als auch auf der Seite der Kunst arbeitet. Und zwar ist das jemand, der beispielsweise Mikrofone in den Boden steckt, um dort über akustische Signale die Biodiversität in einem Boden wahrnehmbar zu machen, um zu sagen, wie viele Tiere leben in diesem Boden, wie hoch ist die Biodiversität und wie verändert die sich beispielsweise durch die Bearbeitung der Böden durch die Landwirtschaft. Das heißt, da gibt es einen ganz klar wissenschaftlichen Anspruch dahinter. Was er aber auch gemacht hat, ist, dass er mit dem Material, das er kreiert hat, mit den Daten, die er gesammelt hat, mit den Geräuschen, die er aus dem Boden bekommen hat, Musik zu machen.
Das heißt, er hat das verwendet für Musikinstallationen, Klanginstallationen und in unserem Workshop, wo wir mit ihm zusammengearbeitet haben, haben wir fünf Musikern und Musikerinnen die Möglichkeit gegeben, auch mit dem Material aus diesen Mikrofonen Musik zu machen. Das heißt, wir hatten dann einen DJ, einen Theatermusiker, einen Klangkünstler, die allesamt quasi auf ihre Art und Weise interpretiert haben, wie die nichtmenschlichen Akteure wahrnehmbar gemacht werden können und wie man diese Geräusche dafür verwenden kann, um über Musik einen Eindruck von diesen Akteuren zu gewinnen. Das heißt, uns hat von Anfang an eben interessiert, diese Verflechtung wahrnehmbar zu machen und das Ganze auch an ein Publikum vermitteln zu können, das jetzt nicht unbedingt vom Fach sein muss.
Und auch immer Möglichkeiten zu entwickeln, eine Interaktion im Prozess auch schon zu entwickeln. Das heißt, nicht nur Leuten Endergebnisse zu produzieren, sondern sie auch in unseren Prozess zu involvieren, dahingehend, dass es auch die Möglichkeit gibt, zu partizipieren, teilzunehmen und selbst zu forschen, Dinge wahrnehmbar zu machen.
11:30Die Umgebung des WERKstattPALAST als Bühne
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Und weil ich denke, dass das leichter ist, zu erleben, beziehungsweise selbst zu versuchen, anstatt darüber zu reden, wäre jetzt der Versuch von meiner Seite aus, das Angebot sozusagen, sie zu bitten, hier in dem Bereich um den WERKstattPALAST herum genau dieses Experiment mit uns durchzuführen. Und für einen Moment diese Umgebung, die wir hier fußläufig erreichen können, für ein paar Minuten nicht als Wiese, nicht als Hafen, nicht als Industriegebiet wahrzunehmen, sondern als Bühne, auf der wir Protagonisten, Hauptdarstellern begegnen können, die nichtmenschlich sein können, die auch menschlich sein können, und zu schauen, welche Geschichten prägen diesen Ort, welche Protagonisten sind hier an diesem Ort präsent und bestimmen diesen Ort maßgeblich mit. Das ist natürlich auf der einen Seite das Augenfällige, wie zum Beispiel Industrie.
Das ist aber auch der Rhein als Fluss. Das sind die Mikroben, die hier im Boden liegen. Das sind Wildtiere, das sind die Menschen, das sind die Autos und so weiter. Das heißt, das sind alles diejenigen Akteure, die unseren Alltag mitbestimmen, auch wenn sie normalerweise im Theater keinen Platz haben, weil es eben keine Menschen sind. Und um dieses Experiment durchzuführen, würde ich diejenigen unter euch bitten, vielleicht für einige Minuten, einfach mal dieses Gebiet hier rund um den WERKstattPALAST eben so wahrzunehmen und einfach mal zu schauen, keine Ahnung, ob das funktioniert, aber zu schauen, welche Akteure euch ins Auge fallen und wie ihr mithilfe einer wissenschaftlichen Disziplin, beispielsweise eben, wenn wir jetzt von den Industrieanlagen hier ausgehen, würde das wahrscheinlich vor allem interessant sein, wann haben sich diese Industriegebiete hier angesiedelt, wie ist die Geschichte dieses Industriegebiets und wie würde man das als Erzählung, als Geschichte wahrnehmbar machen?
Wie würden wir die Geschichte dieses Industriegebiets erzählen? Also nicht nur aus einer wissenschaftlichen Perspektive, sondern auch mit dem Anspruch, diese Geschichte zu vermitteln. Das könnte zum Beispiel ein Computerspiel sein, das heißt es könnte eine Historikerin zusammen mit einem Spiele-Designer zusammenarbeiten und eine Geschichte, ein Computerspiel entwickeln, wie sich das Industriegebiet in den letzten 150 Jahren entwickelt hat. Ein anderes Beispiel wäre, wenn man jetzt zum Beispiel die Wildtiere annimmt, die hier in dieser Region, in dieser Gegend die Pfade ziehen und teilweise hier nachts unterwegs sind, wie könnte man die auf einer Karte sichtbar machen, wahrnehmbar machen? Also wie könnte zum Beispiel in dem Fall eine bildende Künstlerin mit jemandem zusammenarbeiten, der sich als Zoologe mit den Wildtierbewegungen in dieser Umgebung auseinandersetzt?
14:30Die Übung: ein Duo aus Kunst und Wissenschaft finden
Maximilian GrünewaldAnthropos Ex
Und deswegen an euch die Einladung. Dort hinten auf dem Tisch habe ich einige Disziplinen und einige Kunstformen einfach als Angebot hingelegt. Und wenn ihr möchtet, könnt ihr gerne mal in dem Bereich hier euch umschauen, euch einige Minuten dafür Zeit nehmen, zu überlegen, welche Geschichten interessieren euch an diesem Ort und wie könnt ihr diese Geschichten mithilfe einer Wissenschaft und mithilfe einer Kunstform wahrnehmbar machen. Ich weiß noch nicht, ob dabei was rauskommen wird, ob jemand von der Kreativität sofort gepackt wird und eine spannende Geschichte entwickeln kann. Vielleicht ist es auch nur eine Vorahnung, dass man sagt, ah, vielleicht könnte man hier mit einem Geologen zusammenarbeiten oder vielleicht würde man gerne mit einer Musikerin zusammenarbeiten. Aber erst mal einfach vom Prinzip her zu schauen, welches Duo aus Kunst und Wissenschaft würdet ihr verwenden, um hier eine Geschichte von diesem Ort zu erzählen.
Ich würde vorschlagen, dass man die Struktur, wo ja schon wahnsinnig viel mit Kunst und Wissenschaft rumexperimentiert wurde, erst mal außen vor zu lassen. Das heißt, die Kunstobjekte, die hier ausgestellt sind, nicht zu nehmen, sondern einfach hier im Umkreis von ein paar Metern sich umzuschauen, was euch ins Auge fällt, von Hafenanlage über Wiese, über Bäume, über Autos und so weiter und so fort. Ich würde vorschlagen, wir nehmen uns dafür 15 Minuten Zeit, für diejenigen, die Lust haben, die Übung mitzumachen und dann schauen wir mal, wie weit wir damit gekommen sind und dann würden wir uns hier wieder treffen und dann mal schauen, was passiert ist.
Es ist jetzt 19:11 Uhr, dann würde ich sagen um 19:30 Uhr, wieder alle hier.
Genau, also ihr könnt euch gerne erstmal umschauen und einen Akteur raussuchen und danach die Wissenschaft- und Kunstkärtchen nehmen oder ihr könnt es andersrum machen, je nachdem, in welche Richtung ihr denkt.