Archiv · 13.08.–15.10.2022 · Ein Projekt von supermorgenArchiv 2022 · supermorgen

So arbeiten wir

Zusammenarbeit mit supermorgen

Antworten auf 13 Fragen, die Verwaltungen, Hochschulen und Unternehmen häufig stellen: Erstgespräch, Ablauf, Dauer, Vergabe, Förderung, Kosten, Barrierefreiheit und Datenschutz.

Fragen und Antworten

Wie fangen wir an?

Schreiben Sie uns zwei Sätze zu Ihrem Vorhaben. Wir antworten meist innerhalb von zwei Tagen und sagen Ihnen, ob wir dafür die Richtigen sind. Falls nicht, kennen wir oft jemanden aus unserem Netzwerk, der besser passt.

Wie läuft ein Projekt mit supermorgen ab?

In Phasen, die Sie am WERKstattPALAST nachverfolgen können:

  1. Erstgespräch: Was wollen Sie erreichen, für wen, bis wann, mit welchem Rahmen?
  2. Skizze und Angebot: Idee, Formate, Zeitplan und Kostenrahmen auf wenigen Seiten.
  3. Konzept und Planung: Partner, Ort, Genehmigungen, Förderung, Gestaltung.
  4. Kommunikation: Erscheinungsbild, Programm, Presse, Einladungen.
  5. Durchführung: Aufbau, Betrieb, Moderation, Betreuung vor Ort.
  6. Dokumentation: Fotos, Mitschnitte, Zahlen, Bericht.

Wie lange dauert so ein Projekt?

Beim WERKstattPALAST lagen zwischen dem ersten Konzeptpapier (3. September 2021) und der Eröffnung (13. August 2022) knapp elf Monate. Die intensive Planung begann im März 2022, die Standortsuche lief bis in den Mai. Zu den langwierigsten Teilen gehörten Fläche und Genehmigungen, nicht Programm oder Gestaltung.

Was müssen wir als Auftraggeber:in selbst leisten?

Meist drei Dinge: eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis, Zugang zu Ort und Genehmigungen und Ihre eigenen Kanäle für die Kommunikation. Beim WERKstattPALAST haben die Rheinhäfen Karlsruhe die Fläche gestellt und beim Aufbau der Infrastruktur geholfen. Ohne das wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Wie viel Beteiligung ist wirklich drin?

So viel, wie der Gestaltungsspielraum hergibt. Das sagen wir am Anfang offen. Auf unseren Formatkarten steht bei jedem Format, ob es informiert, zum Austausch einlädt, zum Mitmachen oder zum Mitgestalten.

Beim WERKstattPALAST waren die meisten Formate informierend oder dialogisch: Vorträge, Ausstellung, Gespräche an der langen Tafel. Mitgestaltet haben vor allem die rund 190 Mitwirkenden, zum Beispiel über den Open Call und die 48 Who-is-Who-Steckbriefe. Für einen Beteiligungsprozess im engeren Sinn würden wir die Gewichte anders setzen.

Wie gehen Sie mit schwierigen oder strittigen Themen um?

Wir holen die Beteiligten an einen Tisch, wörtlich. Beim WERKstattPALAST saßen Gäste, Moderation und Publikum an einer 25 Meter langen Tafel, ohne Podium. So wurde über Honorare in der Kunst gesprochen („Wie fair teilen?“), über Trauer (mit der Trauerhilfe Stier) und über die Zukunft des Rheinhafens, die zwischen Stadt, Hafengesellschaft und Interessengruppen seit Jahren kontrovers diskutiert wird.

Dazu gehören klare Regeln: Im Programmheft stand, dass Rassismus, Sexismus und jede Form von Diskriminierung nicht toleriert werden und wer sich unwohl fühlt, sich an der Rezeption melden kann.

Können Sie Fördermittel mitdenken?

Ja. Wir denken die Förderung mit: welche Programme passen, was förderfähig ist, welche Eigenanteile nötig sind und wie Zahlen und Ergebnisse für den Sachbericht erhoben werden.

Können Sie uns ein Angebot für einen Direktauftrag oder einen Angebotsvergleich schicken?

Ja. Wir kennen Direktauftrag, Angebotsvergleich und Ausschreibung und liefern die Unterlagen, die Sie dafür brauchen: Angebot mit Leistungsbeschreibung, Referenzen, Eigenerklärungen, Konzept und Kalkulation. Für Ihre Vergabeakte können Sie den Projektsteckbrief des WERKstattPALAST als Referenzblatt verwenden.

Wie barrierefrei sind Ihre Formate?

Wir klären am Anfang, was der Ort baulich zulässt und wen Sie erreichen wollen. Danach planen wir Maßnahmen wie stufenlose Wege, Sitzplätze, einfache Sprache, Übersetzung oder Gebärdensprache sichtbar im Kostenplan ein, statt sie am Ende zu streichen.

Wie gehen Sie mit Daten, Fotos und Einwilligungen um?

Datenschutz ist dabei Voraussetzung und nichts, was man dazubucht. Bei Veranstaltungen heißt das: Hinweise auf Foto- und Tonaufnahmen, Einwilligungen von Gästen für Mitschnitte und Veröffentlichung, sparsame Erhebung von Daten bei Anmeldungen und klare Löschfristen.

Was machen Sie nicht?

Kunst als Dekoration. Kunst ist unser Standpunkt, nicht unsere Bühne. Wenn ein Projekt nur ein buntes Rahmenprogramm braucht, sagen wir das im Erstgespräch und empfehlen jemand anderen.

Was kostet das?

Eine Preisliste gibt es nicht, weil sich die Kosten fast vollständig aus dem Vorhaben ergeben. Sie hängen vor allem ab von:

  • Dauer und Umfang: ein Abend, eine Reihe oder zehn Wochen
  • Ort: vorhandener Raum oder eigener Bau, Genehmigungen, Strom, Wasser, Sicherheit
  • Technik: Ton, Licht, Aufnahme
  • Honorare: für Künstler:innen, Gäste, Moderation
  • Gestaltung und Druck: Plakate, Programmheft, Leitsystem
  • Personal vor Ort: Betreuung während der Öffnungszeiten
  • Dokumentation und Barrierefreiheit

Was bekommen wir am Ende?

Mehr als die Veranstaltung selbst: Fotos mit geklärten Credits, Mitschnitte, Zahlen mit Angabe, wie sie erhoben wurden, und einen Bericht, den Sie für Gremien oder Ihren Sachbericht verwenden können.

Schreiben Sie uns zwei Sätze zu Ihrem Vorhaben. Nach einer halben Stunde am Telefon wissen Sie, ob es sich lohnt. Für Ihre Unterlagen können Sie den Steckbrief schon jetzt mitnehmen.

Kontakt

Fragen zum WERKstattPALAST oder zu einem eigenen Vorhaben beantwortet supermorgen per E-Mail oder Telefon, meist innerhalb von zwei Tagen.